Impulse für den Stadtteil und Einnahmen für unsere Gemeindestiftung – diese beiden Anliegen soll eine Veranstaltung zusammenführen, die wir am 24. Juni, dem Johannistag, zum ersten Mal in der Arster Kirche durchführen möchten.
In einer Art Matinee soll ein bestimmtes ortsteilrelevantes Thema aufgegriffen werden, zu dem sich zunächst ein oder auch zwei Referenten mit einem kurzen Impuls zu Wort melden. In einem zweiten Teil wird das Gehörte dann von einem Podium aus Vertretern des Stadtteils andiskutiert. Im Anschluß besteht die Möglichkeit für alle Teilnehmer, das Gehörte in kleiner Runde zwanglos aufzunehmen oder sonst ins Gespräch zu kommen. Die Kirche wird zweckentsprechend umgeräumt sein. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer kleinen Andacht. Wir beginnen zur gottesdienstüblichen Zeit um 10 Uhr und planen, bis gegen 13 Uhr zusammenzubleiben.
Das Ganze soll den Namen „JohannesBrot“ tragen. Wir wollen damit nicht nur äußerlich an den Namen unserer Arster Kirche anknüpfen. Johannes der Täufer ist eine asketische Gestalt gewesen: er lebte in der Wüste, war einfach gekleidet und ernährte sich von einfacher Kost. So soll es auch beim JohannesBrot einfach zugehen: Wir machen keine Spendengala. Es gibt Brot mit diversen, frisch zubereiteten Aufstrichen, dazu Johannisbeersaft und im Anschluß Johannisbeerkuchen mit einer Tasse Kaffee. Es wird lecker sein, und wir werden satt nach Hause gehen. Aber wir glauben an üppige Spenden auch ohne ein üppiges Menü. Dank einer besonders üppigen Spende, die wir bereits für das Vorhaben erhalten haben, können wir übrigens die Unkosten, die bei diesem ersten Versuch entstehen werden, schon im vorhinein decken. Alle Einnahmen werden also der Stiftung zugute kommen.
In diesem Jahr soll es um Jugend gehen, und zwar unter einer bestimmten Fragestellung.
„Wir treffen uns bei Mecces“ – solche oder ähnliche Botschaften gehen in den Internetforen ständig hin- und her, in denen Jugendliche ihre Verabredungen treffen. Gelegentlich kann man da auch lesen: „Ich seh Mecces öfter als meine Eltern.“ „Mecces“ – das ist der Spitzname von McDonalds. Und McDonalds-Restaurants sind ein bevorzugter Treffpunkt von Jugendlichen. Das gilt auch hier in Arsten-Habenhausen vom McDonalds-Restaurant in der Borgwardstraße.
Dieser Beobachtung wollen wir im Rahmen des „Johannesbrotes“ näher nachgehen. Denn alle wissen es – aber woran liegt es eigentlich? Warum sind kommerziell definierte Orte wie Schnellrestaurants und Einkaufszentren derart attraktiv für Jugendliche? Was können Träger der freien Jugendarbeit davon unter Umständen auch lernen – auch wir als Kirchengemeinde? Wie müssen diese Träger ihre Orte aber auch bewußt anders gestalten, damit junge Menschen sich dort mit den Anliegen einfinden, die mit Kaufen nichts zu tun haben?
Dazu wird zunächst Wolfgang Otto etwas aus der Sicht von McDonalds sagen. Er arbeitet als Geschäftsführer bei dem Subunternehmer, dem fast alle McDonalds-Restaurants in Bremen gehören. Ihm an die Seite tritt als Fachmann für Jugendarbeit Dr. Michael Schwarz. Er ist Leiter des Jugendamtes in Bremen.
Das Podium ist mit Menschen besetzt, die im Stadtteil als Jugendliche leben oder mit Jugendlichen zu tun haben: Alexandra Peczek aus unserer eigenen Gemeindejugendarbeit, Dieter Mazur, Lehrer am Gymnasium Obervieland, Dr. Bernward Fröhlingsdorf, Kinder- und Jugendarzt und seit kurzem stellvertretender Vorsitzender von TuS Comet Arsten.
Bitte melden Sie sich bis zum 15. Juni in einem unserer Gemeindebüros an.
Pastor Schulken im Namen
des Stiftungsausschusses der Gemeindevertretung