Habenhauser Schafferkonzerte

Simon-Petrus-Kirche

Habenhauser Schafferkonzerte

Saison 2021

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Jeden vierten Freitag im Monat um 20 Uhr.

Immer in der Simon-Petrus-Kirche, Habenhauser Dorfstr. 42.

 

 

In dieser Reihe erwartet die Freunde alter und neuer Musik immer wieder besondere Hörerlebnisse. Der musikalische Leiter Leonard Trommel sorgt für abwechslungsreiche und anspruchsvolle Programme.

Ab Warnstufe 1 in Bremen gilt für alle Konzerte die 3G-Regel!

Bitte melden Sie sich für die Konzerte über den Termineintrag im Kalender an https://www.simon-petrus.de/kalender

 

 

 

 

 

26. November 2021

"Von der Fortuna werd' ich getrieben"

Werke für Cembalo von Jan Pieterszoon Sweelinck

Alina Rotaru - Cembalo

 

Alina Rotaru studierte an der Universität für Musik ihrer Heimatstadt Bukarest Klavier und Chordirigat. Nach ihrem Umzug nach Deutschland 1999 studierte sie Cembalo bei Siegbert Rampe und Wolfgang Kostujak an der Folkwang Hochschule für Musik in Essen, bei Carsten Lohff und Detlef Bratschke an der Hochschule für Künste Bremen sowie Bei Bob van Asperen am Conservatorium van Amsterdam.

Sie konzertiert als Solistin und Ensemblespielerin und ist künstlerische Leiterin von verschiedenen Orchester-, Opern- und geistlichen Musikprojekten des deutschen Früh- und Spätbarock. Als Solistin hat sie bisher in den meisten Europäischen Ländern, Japan, Südamerika und USA konzertiert. Seit 2006 unterrichtet sie an der HfK Bremen.
Ihre Cembaloaufnahmen mit Werken von J. P. Sweelinck (2010), J. J. Froberger (2012) und den englischen Virginalisten haben von der internationalen Fachpresse höchstes Lob erhalten, für welche Alina Rotaru zu den hochkarätigsten Cembalisten der jüngeren Generation gehört.

Sie lebt zurzeit in Vilnius, Litauen. Zusammen mit dem Gambisten Darius Stabinskas gründete Sie 2016 das Ensemble MORGAINE, das sich auf das musikalische Erbe der Polnisch-Litauischen Adelsrepublik konzentriert.
 

 

10. Dezember 2021

Ensemble False Consonance

Florilegium

Werke von Georg Muffag, Arcangelo Corelli, Marin Marais und Joseph Bodin de Boismortier

Theo Small - Traversflöte
Annie Gard - Barockgeige
Tommy Fields - Viola da Gamba/Barockcello
Johannes Festerling - Laute

 

Das vierköpfige Ensemble False Consonance gründete sich während des ersten Corona-Lockdowns im Jahr 2020, da alle vier MusikerInnen zusammen oder aber in unmittelbarer Nachbarschaft wohnten. Aus den eingeschränkten Möglichkeiten gemeinsamen Musizierens während der Pandemie entstanden die zwei Grundideen des Ensembles: False Consonance spielt ohne sperrige Tasteninstrumente und kann so flexibel jede Art von Raum bespielen. Der zweite tragende Gedanke ist der der Reduktion von groß auf klein, des Arrangements ursprünglich stark instrumentierter Werke auf eine minimale Kammermusikbesetzung, wie es auch im 17. und 18. Jahrhundert üblich war, heute jedoch kaum praktiziert wird. Somit produziert False Consonance eine Art "Taschenmusik", die sowohl aus original besetzter Kammermusik als auch auf eigenen Bearbeitungen großer Orchesterwerke oder Opern besteht.

In seinem Programm Florilegium setzt sich das Ensemble mit der Schnittstelle von französischer und italienischer Barockmusik auseinander, und zwar aus der Perspektive des Komponisten Georg Muffats. Muffat, der als echter Kosmopolit seiner Zeit gelten kann und sowohl in Frankreich als auch Italien lebte und studierte, ebenso in Prag und Salzburg, bis er sich schließlich in Passau seine letzten Jahre verbrachte, sucht nicht nur die seiner Ansicht nach besten Elemente beider Kompositionsarten zu verbinden, sondern vornehmlich auch das Gemeinsame, das Einende und Versöhnliche der Musik der wichtigsten europäischen Nationen zu betonen. Aus heutiger Sicht ist er damit ein Vorreiter des europäischen Gedankens "Einheit in Vielfalt" - eine geistige Errungenschaft, die in den letzten Jahren mehr und mehr ins Wanken gerät. Das Wort Florilegium bedeutet grob übersetzt "Blütenlese": False Consonance präsentiert in seinem gleichnamigen Programm selbst auserkorene Blüten der französischen und der italienischen Musik sowie Muffats durchmischten Stils, von Personen die ihm nahe standen und seine kosmopolitische Gedankenwelt beeinflussten oder forttrugen.

 

28. Januar 2022

„Españoletas – Spanischer Wind“

Ensemble Concierto Ibérico

Inés Pina Pérez – Renaissance-Blockflöten
Juan González Martínez – Renaissance-Posaune
Fernando Olivas – Spanische Gitarre, Theorbe
Lea Suter – Collon-Orgel

 

Concierto Ibérico ist ein Alte-Musik-Ensemble, das sich mit der Renaissance- und Barockmusik auf historischen Instrumenten beschäftigt. Seit seiner Gründung 2017 setzt sich das junge Ensemble für die Wiederbelebung der musikalischen Verbindungen und des Kulturaustausches zwischen Spanien und dem übrigen Europa, die schon seit der Regierungszeit Karls V. bestanden, ein.

„Españoletas – Spanischer Wind“ ist ein festliches Programm, das auf Musik der Renaissance und des Frühbarocks basiert. Die früheren Musiker, auf Spanisch Ministriles oder Stadtpfeifer genannt, spielten auf einer Vielzahl von Instrumenten an Feiertagen sowohl im Gottesdienst als auch an besonderen Anlässen. Eine Auswahl hervorragender Komponisten wie Antonio de Cabezón, Diego Ortiz und Gaspar Sanz stellen das blühende kulturelle Goldene Zeitalter - „Siglo de Oro“ - dar. Die musikalische Reise in die Glanzzeit der spanischen Musik wird mit verschiedenen Tänzen, Canzonen und Recercadas auf einer historischen Ministriles-Besetzung begleitet.